COOLIBRI / Juli 2008:
“Basejumping, Sharkdiving, Börsenspekulation - wer meint, ihn könne nichts mehr schocken, dem sei DELICIOUS ALIEN FLESH von Goregonzola ans Herz gelegt. Rock da Gore und PC Hell aus Wanne-Eickel/ Hamburg liefern mit ihrem Debüt, das bei Cobretti Records (Essen) erschien, die vermutlich erste Me-tro Scheibe der Welt ab. Me-tro steht für Metal-Electro und das wiederum bedeutet messerscharfe Elektro-Riffs und fiese Blastbeatattacken. Grindcore trifft Thrash trifft Disco – nichts für Warmduscher…
(Sven Halen)
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TRUST 08-09.08
die TRUST Redaktion sagt jetzt schonmal (irgendwann ende Mai) “… ziemlich cool und unterhaltsam.”
die passende Review gibt es im TRUST (August /September) !
…und hier kommt sie nun:

GOREGONZOLA . `Delicious Alien Flesh`
Grindcore mit den Mitteln der elektronischen Musik - so lautet lose beschrieben das Konzept von Goregonzola, wozu natürlich noch die sich bereits im Band-/Projektnamen angedeutete humoristische Komponente gehört, die sich in allerlei Samples aus Filmen niederschlägt. Glegentlich (ver)führt das Verfahren zu Nintendo Beats und 80er-Elektro, wo in der Regel synthetisierte Metal-Riffs und entsprechende Blasbeats regieren, was in seiner Mischung sehr gewitzt und kurzweilig gerät. Aufgeschlossene Grinder und Ihre elektronischen Pendants sollten sich das mal anhören.
(stone)
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TONSPION.DE / 17.06.08
Grindcore-Humorbombe
Heavy Metal ist eine ernste Angelegenheit, es gibt Regeln, die man gefälligst einzuhalten hat. Wie schön, dass sich Goregonzola darum kein bisschen scheren. Statt die Riffs auf der Flying V einzuprügeln, kommt hier alles aus dem Rechner.
Im Metal legt man wert aufs Authentische, Echte. Deshalb scheut ein Großteil der orthodoxen Metalgemeinde den Computer als Instrument einzusetzen wie der Teufel das Weihwasser. Ganz anders Goregonzola, das Ein-Mann-Projekt aus Hamburg setzt voll auf die maschinelle Präzision und Diskretion seines Rechners “PC Hell”, der auf seiner Festplatte offenbar auch noch eine größere Sammlung schrammeliger Exploitation-Filme liegen hat.
Das ist nämlich der zweite Affront gegen die hehren Metalgesetze, den sich Goregonzola leistet. Das Mensch-Maschine-Duo hat nämlich Humor, lässt Michael Knight als Michael Fight wieder auferstehen und nennt sein Gemisch aus Metal und Electro kurz Me-tro. Scherzkeks! Wobei man ihm zugestehen muss, dass seine Begriffssetzung musikalisch wesentlich stringenter aus den Boxen bläst als Alexander Marcus und seine alberne Electrolore. Nichts für Leute mit “empfindlichen Ohren” wie es in “Song For the Kids” heißt, aber 30 Sekunden, die man sich Zeit nehmen sollte.
Florian Schneider / tonspion.de
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DIGITALKUNSTRASEN # 11 / 01.05.08

Goregonzola – Delicous Alien Flesh
Es gibt ja diese Alben, wo man zwischendurch doch mal sicherheitshalberüberprüft, ob Soundkarte und Lautsprecherboxen noch einwandfrei funktionieren
oder ob alle Klänge, die einem da minutenlang um die Ohren geschossen sind, wirklich so beabsichtigt waren. Nunja – bei Goregonzola sind sie es.
Ein Track auf ihrer Scheibe heißt „Piece of metal outta space” und eine bessere Beschreibung kann man auch kaum geben für das, was dort schnell,
hektisch und bisweilen auch chaotisch durch die Hörmuschel huscht.
Ein Feld von instrumentalem Speedmetal bis Grindcore, allerdings noch einmal ordentlich durch den Synthesizer gejagt und mit Effekten versehen,
die einen noch wenigen Sekunden des Hörens nicht mehr entscheiden lassen können, ob das nun eher Metal oder Electronica ist.
In dem Moment, wo die alltägliche Scheiße des Schubladendenkens nicht mehr funktioniert, greift man ja gerne zu begriffen wie
„eigen” oder „experimentell”. Beide wären bei Goregonzola durchaus angebracht und bringen ein akustisches
Erlebnis, das ich in meinem Leben bislang so noch nicht hatte.
Doch keine Angst, die Ohren fliegen einem nicht nur weg.
Immer wieder werden einem auch Ruhepausen mit Gesprächssequenzen „from outta space” gegönnt – und bei „Song for the kids” ist man fast schon
geneigt, einen NDW-Text schreiben zu wollen. Also überraschen lassen und gut Ohren putzen danach.
…für das ganze große COBRETTI Spezial der MAi-Ausgabe seht bitte hier entlang !
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SMAG 07/08
GOREGONZOLA - Delicious Alien Flesh
4 von 5 STERNEN ! ! !

Goregonzola - Ein Mann und sein Computer (PC Hell) sind auf einer Mission. Sie kämpfen gegen die weit verbreitete Annahme, Metal sei bereits am Ende seines Entwicklungsweges angekommen. Hier treffen messerscharfe Elektro- Riffs auf fiese Blastbeatattacken. “Me-tro” ist das Produkt und würde selbst Darth Vader zum Moshen bringen. Independent as Fuck ! (Cobretti) kgk
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hurricanebar.de (01/09)
Alter! Für einen frühlingshaften, vögleinbezwitscherten Tag ist „Delicious Alien Flesh“ von Goregonzola nichts, aber dafür für Ich-hasse-Alles-Tage oder einfach auch für Gutgeh-Tage. Master of Desaster Rock Da Gore hat dafür seinen PC Hell mit Hardcore, Metal, Konsolensounds und Eighties-Filmzitaten gefüttert, ihn mehrmals in der Zentrifuge seine Runden drehen lassen und dann nach einer Probefahrt noch ordentliche Electro-Riffs und Blastbeats mit reingeschmissen. Dies alles ergibt übelstes Geknüppel, mit Blutspucken und mindestens Schädelhirntrauma, auch für Genre-Ferne eine Freude. Für die Electro-Kiddies dieses Landes gibt’s dann noch ne abgespackte Dance-Version, das „Song For The Kids“ steht im Zeichen der Electro-Welle, erinnert ans „Everyday I love you less and less“ der Kaiser Chiefs.
Sucht ihr die Musik zum Mittelfinger zücken, zum Schweiß und Teufel austreiben? Dann ran an „Delicious Alien Flesh“ - ELECTROMOSH VOM MACINTOSH!
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Unruhr.de (01/09)
Goregonzola: “Electromosh vom Macintosh”
| Geschrieben von Mic | |
| Freitag, 13 Februar 2009 | |
Sicherlich ist Goregonzolas-Remix des Misses Next Match Songs “Don’t paint the devil on the wall” der krachigste Song des neuen Programms von Radio Unruhr, aber im Vergleich zum sonstigen Tun des Dancefloorkillers aus Wanne-Eickel doch eher eine “Ballade”. Wer auf Hau-den-Lukas und Ohrenbluten steht, der muss “Delicious Alien Flesh” (Cobretti, 2008) hören!
„Eigentlich sollte es ein Dance Pop Project der guten Laune werden. Anzusiedeln irgendwo zwischen dem frühen Alex Christensen, dem späten Scatman John und einem mittelalten Hartkäse. So war zumindest der Plan.“ Aber es kam ganz anders: Rock Da Gore und sein PC Hell gebaren mit ihrem Album “Delicious Alien Flesh” einen Bastard namens Me-tro, der mit einer feuerspuckenden Metal-Kanone noch wohlwollende beschrieben wird. Me-tro steht für Metal-Electro, aber eigentlich ist es eine neue Ausgeburt von Grindcore, die mit synthetisierten Metal-Riffs, ultra-verzerrten Darth Vader-Geröchel und stakkatoartigen Elektroblastbeats aus den Boxen bollert und dabei die 120 BPM Marke nur selten unterschreiten. Nun ist Grindcore von Hause aus eine kurzweilige Sache - “Delicious Alien Flesh” auch, aber zu dem auch noch äußerst amüsant. Denn dieser strenge Käse namens Goregonzola hat Humor. Der Trash-Faktor wird durch die Verwendung jeder Menge abstruser Science-Fiction-B-Movie-Samples nochmals potenziert und auch die Wiederauferstehung von „Michael Knight“ als „Michael Fight“ ist doch äußerst charmant. Eine räudige Platte bestens geeignet im Vorprogramm des nächsten Videoabends mit Death Race 2000. Gore to the Floor mit Rock Da Gore: Wie fühlt man sich denn als Geburtshelfer eines Genres (Me-tro= Metal Electro) und künftige Referenzgröße? Die Musik auf deinem Album „Delicious Alien Flesh“ ist ja nichts für zartbesaitete und Schöngeister. Was bedarf es noch außer billigem Science-Fiction-Horror-Trash, Ballerspielen und Alkohol, um einen solchen Sound zu kreieren? Wie sind denn die bisherigen Reaktionen auf die CD ausgefallen? Neben Goregonzola spielst du noch bei anderen Bands/Projekten mit und auch in der Vergangenheit hast du dich bei verschiedenen Sachen ausprobiert. War das schon immer so ein Geboltze oder wo liegen deine musikalischen Wurzeln? Anscheinend planst du ja mit Goregonzola auch Auftritte. Stellt sich gleich die Frage, wie man diese Musik live umsetzt? Eigentlich wäre nur so etwas fieses GWAR-mäßiges angemessen.
Cobretti scheint ja auch über ein dichtes Netzwerk zu funktionieren, hat als kleines Label Büros in Hamburg und Essen und der Cobretti-Blog wird gerne von den eigenen Künstlern zum Austausch von mehr oder minder klugen Anmerkungen genutzt. Gibt es so etwas wie eine Cobretti-Posse oder wie ist dein Verhältnis zu dem Label? Du kommst ursprünglich aus dem Ruhrgebiet: „Goregonzola - Electromosh from Wanne-Eickel“ – das hat Glamour!! Aber nein, du bist nach Hamburg gegangen. Warum lieber Clochard und Elbschlosskeller statt Cranger Kirmes? Andererseits kommt zurzeit ausgerechnet aus Herne interessanter Electro-Underground mit Acts wie Susanne Blech, Danja Atari und den Leuten des Tengu-Labels? Deine Einschätzung. Was steht denn bei Goregonzola als nächstes an? |